Hallo!

Hallo erstmal, hier auf meinem kleinen bescheidenen Blog.
Ich möchte hier gerne verschiedene Lesetipps zum Besten geben und natürlich andere Beiträge aus der Welt der Fantasy Literatur. Insbesondere möchte ich auf Bücher von Selfpublishern eingehen, hinter denen kein großer Verlag steht. Gerade hier gibt es den ein oder anderen Schatz von noch nicht so bekannten Autoren, auf die ich aufmerksam machen möchte.
Außerdem arbeite ich gerade an meiner eigene Fantasy Welt, aus der irgendwann einmal ein Buch entstehen soll. Eventuell gebe ich auch hier in einige Einblicke, wie meine Welt nach und nach entsteht und vor welche Herausforderungen mich das stellt.
Ich finde es gibt aus vielen fantastischen Welten unglaublich viel zu erzählen, deshalb wird es auch nicht nur konkret um die Bücher gehen, sondern auch viel über die ganze Welt, die der Autor erschaffen hat. Welche Besonderheiten diese beispielsweise hat und was man vielleicht aus einer anderen Welt bereits kennt. Und natürlich auch Spekulationen, warum ein Autor bestimmte Dinge eingebaut hat und ab und zu auch warum er es besser gelassen hätte.

Also freut euch auf viele spannende Beiträge aus fantastischen Welten und spannenden Abenteuern.

LG Finn

Wie endet ein gutes Buch?

Hallo und herzlich willkommen, mal wieder hier auf meinem Blog.

Das letzte woran man sich erinnert, wenn man gerade ein Buch gelesen hat ist logischerweise das Ende. Somit ist das Ende, obwohl es meistens recht kurz ist trotzdem unheimlich wichtig und entscheidet oftmals, ob ein Buch in guter oder in schlechter Erinnerung bleibt.
So wir einigen uns also darauf, dass das Ende ein entscheidender Faktor für ein wirklich gutes Buch ist, denn eine sechsteilige Sage kann z.B. noch so gut sein, wenn der Autor im letzten Band das Ende nicht hinbekommt bleibt trotzdem ein Gefühl der Enttäuschung zurück.
Ich schreibe diesen Beitrag hier, weil großartige Autorinnen und Autoren oftmals am Ende ihrer Geschichte noch scheitern und mich mit einem schlecht geschriebenen Schluss zurücklassen.
Daher möchte ich darauf eingehen was für mich ein gutes Ende ist und welche Autoren es gut hinbekommen haben oder eben auch nicht.
Anfangen möchte ich mit den negativen Beispielen und zwar mit Eragon. Gerade einmal 15 Jahre alt war Christopher Paolini als er begann diese wirklich großartigen Bücher zu schreiben. Und um so trauriger ist sein versagen beim Ende des vierten und letzten Bandes. Natürlich muss ich darauf hinweisen, dass Geschmäcker verschieden sind und evtl. der ein oder andere zufrieden mit dem Schluss war, allerdings habe ich bis jetzt niemanden gefunden der sich nicht, wie ich tierisch darüber aufgeregt hat. Jeder der Eragon gelesen hat kennt Angelas Prophezeiung:
„Dein Schicksal wird sein, dieses Land für immer zu verlassen. Wohin es dich verschlägt, weiß ich nicht, aber du wirst nie wieder nach Alagaësia zurückkehren.“
 Grundsätzlich hätte ich natürlich gut damit leben können das Eragon erstmal Alagaësia verlässt, wäre da nicht diese absolut dämliche Prophezeiung, die besagt er würde nie wieder zurückkehren. Man könnte natürlich sagen das ja nicht der Gesamte teil der Prophezeiung war werden muss, allerdings hat Angela die blöde Angewohnheit mit ihren Vorraussagen recht zu behalten. Ich muss gestehen ich bin generell kein großer Freund von sehr Präzisen und fast immer eintreffenden Prophezeiungen in der Fantasy, sie machen Geschichten oft vorhersehbar und vermitteln das Gefühl, dass die Protagonisten eigentlich überhaupt nichts bewirken können und ihrem Schicksal ausgeliefert sind. Nun ja jedenfalls macht die Prophezeiung den Abschied Eragons ziemlich endgültig, ganz besonders bei Arya.  So wird ein Happy End gänzlich unterbunden und dank der Prophezeiung wird auch nicht genug offengelassen, um der Fantasie des Lesers entscheiden zu lassen ob es noch ein gänzlich glückliches Ende geben wird.
Damit können wir auch gleich zu meinem Vorschlag kommen, wie man das ganze hätte besser lösen können. Es ist einfach simpel wie genial und auch nichts neues, ganz genau einfach einen Teil des Schlusses streichen und so viel offen lassen das der Leser endscheidet ob die Prophezeiung eintrifft oder nicht.
Bei meinem zweiten Negativbeispiel fasse ich mich etwas kürzer. Versprochen.
Harry Potter, wer kennt diese großartigen Bücher nicht? Und wer kennt das glorreiche Ende nicht. Ihr wisst was ich meine, oder?
Genau „19 Jahre später“. Grauenhaft einfach nur scheußlich! Tut mir leid ich konnte einfach nicht anders. Aber jetzt mal im Ernst was zum Teufel hat J.K. Rowling sich dabei nur gedacht.
Das erste was ich gedacht habe, als ich „die Heiligtümer des Todes“  gelesen habe war:
Die hatte einfach keine Lust mehr einen guten Schluss zu schreiben und wenn sie wirklich keine Lust hatte warum hat sie es dann nicht einfach gelassen.
Es hätte mir wirklich einige aufgebrachte Diskussionen mit Freunden erspart.
Und dabei belasse ich es jetzt, auch wenn ich mich noch endlos darüber aufregen könnte.
Bei der ganzen Aufregung soll aber natürlich die Leistung der Autoren vergessen werden, die den Leser glücklich oder evtl. auch traurig mit einem großartigen Abschluss ihrer Bücher zurücklassen.
Wie oben schon sagte bedeutet für mich ein gutes Ende nicht, dass die weitere Geschichte aller Charaktere bis ins kleinste Detail beschrieben wird sondern oftmals ist auch schön, wenn viel offengelassen wird und die Leser sich die Schicksale ihrer Lieblingsfiguren in ihrer Fantasie erträumen können. Bei dieser variante wird auch eine weitere Fortsetzung nicht völlig ausgeschlossen und hinterlässt nicht dieses leere endgültige Gefühl, dass es wirklich für immer zu Ende ist mit dieser Geschichte. Markus Heitz macht das zum Beispiel meiner Meinung nach grandios. Er schafft es wirklich immer wieder ein befriedigendes Ende zu finden und verbaut sich trotzdem nie die Möglichkeit einer Fortsetzung. Seine Bücher „Die Zwerge“ oder auch „Wedora“ sind hier gute Beispiele.
Wer die vorherigen Artikel gelesen hat oder meinen Podcast verfolgt hört den Namen Erik Kellen auch nicht zum ersten Mal und kann auch was mit „Nimmerherz“ anfangen, das vor nicht all zu langer Zeit mit dem fünften Band sein Ende gefunden hat. Erik Kellen beschreibt im Epilog durchaus die weitere Geschichte der Protagonisten, ohne dabei zu weit in die Zukunft zu gehen. Er schafft es selbst im Epilog noch Spannung aufzubauen und zu Überraschen. Und trotzdem verbaut er sich mit dem detailreichen Schluss nicht gänzlich eine Fortsetzung, auch wenn keine geplant ist.

Damit soll es das jetzt auch gewesen sein, auch wenn ich noch endlos lange über dieses Thema philosophieren könnte.

LG Finn

Erellgorh

Seit dem großen Krieg leben die Völker von Jukahbajahn – Menschen, Zwerge und das Sumpfvolk der Urda – in Frieden. Die Elben und ihre mächtige Stadt Erellgorh sind nur noch ein Mythos, verborgen im magischen Dunst des Nebelsees.
Da wird der junge Heiler Atharu von seiner sterbenden Urmutter auf eine Reise geschickt. Ein sonderbarer Brief zwingt die Küchenmagd Selana zum Aufbruch. Und der Straßendieb Pitu muss wieder einmal vor seinen Verfolgern fliehen. Sie alle machen sich auf ins Ungewisse. Ihre Welt steht Kopf. Doch noch ahnen sie nicht, welche Bedrohung am Horizont lauert – und welche Rolle die Elben von Erellgorh ihnen zugedacht haben.

In seinem Romandebüt „Erellgorh – Geheime Mächte“ entführt uns Autor Matthias Teut in eine fantastische und unheimlich liebevoll gestaltete Welt, nach Jukahbajahn.
 
Und damit Herzlich willkommen zu meinem zweiten Lesetipp, diesmal von Matthias Teut. Die Welt von Erellgorh ist im Vergleich zu Nimmerherz deutlich freundlicher, das heißt jedoch nicht, dass sie nicht auch sehr brutal sein kann. Im Großen und Ganzen ist sie jedoch viel weniger Düster und ist mit Menschen, Zwergen, Elben eher eine klassische Welt, allerdings gibt es auch durchaus neue Völker, die von Teut erschaffen wurden und die klassischen Vertreter ergänzen. So sind die Urda ein kleines freundliches Sumpfvolk, die viel Witz in die Welt bringen und beim Lesen immer wieder für ein schmunzeln sorgen. Die Urda kann man einfach nur mögen, sie sprechen ein wenig seltsam und auch ihre vermeintliche Tollpatschigkeit sorgen dafür, dass man dazu neigt sie nicht allzu ernst zu nehmen. Man sollte dieses lustige Völkchen aber keinesfalls unterschätzen, wenn es darauf ankommt kann man sich auf sie verlassen und sie haben auch durchaus einige äußerst nützliche Talente. In den kleinen Leuten steckt auf jeden Fall mehr als man vermutet. Die Urda sorgen auch dafür das die Welt einem zeitweise so freundlich vorkommt.
Das genaue Gegenteil sind die Gellwick, sie übernehmen die Rolle der Orks, die der einfachen Fußsoldaten des Bösen. Sie waren einmal Menschen und haben sich verwandelt, sie sind als herumziehende Plünderer bekannt und kommunizieren über seltsame laute, da sie nicht mehr sprechen können. Sehr viel kann ich auch schon gar nicht mehr über sie erzählen, nun ja sie sind halt auch nicht gerade die hellsten Köpfe auf Jukahbajahn und ich möchte ja auch nicht zu viel verraten.
Und nun kommen wir zur Geschichte. Erellgorh liest sich sehr leicht und ist keine schwere Kost, auf die man sich Konzentrieren muss. Es fällt einem dadurch auch nicht schwer schnell in die Welt einzutauchen und alles um einen herum zu vergessen. Der erste Band ist der perfekte Einstieg in die Reihe, es beginnt etwas ruhiger, allerdings auch nicht zu ruhig und stellt die liebevoll geschriebenen Protagonisten vor. Er nimmt im laufe der Erzählung deutlich an Fahrt auf und bereitet den Zweiten Band sehr gut vor. Also wirklich ein gelungenes Debüt, was Matthias Teut hier abgeliefert hat. Wie schon zuvor erwähnt möchte ich es vermeiden viel über die Handlung zu schreiben, die sollt ihr ja schließlich selbst erleben. Besonders die Hauptprotagonisten wachsen einem wirklich ans Herz und das schafft wirklich nicht jeder Autor so gut wie Matthias Teut, alle entwickeln sich wirklich weiter im laufe der Geschichte, besonders Pitu.
Gänzlich ohne Kritik komme ich aber bei allen guten Dingen, die ich schreiben kann dennoch nicht aus. Der erste Band macht alles richtig und ist der perfekte Einstieg in die Geschichte. Im zweiten würde ich mir jedoch für den ein oder anderen Charakter ein paar mehr Seiten zur weiteren Entwicklung wünschen. Auch geht es mir im Zweiten aber besonders im Dritten Band ein wenig zu schnell und auch hier würde ich mir einfach ein paar Seiten und damit auch ruhige Momente wünschen auch um noch ein wenig mehr Tiefgang in die Geschichte zu bringen. Aber das alles ist wirklich jammern auf hohem Niveau und ist natürlich auch nur meiner subjektiven Wahrnehmung entsprungen.
Der erste Band ist im Kindle Store für gerade mal 3,99€ zu haben und damit auf jeden Fall den griff zum Geldbeutel wert. Wer lieber seine Nase in ein richtiges Buch steckt bekommt die Taschenbuchausgabe im Shop von „Dichtfest“, dem Selfpublisher-Verlag von Matthias Teut.
Viel spaß beim Lesen
LG Finn

Nimmerherz

Sie nahmen ihm alles und schufen eine Legende.

Ribanna Tavurin ist ein echter Wildfang und eine
Prinzessin des reichen Königreichs Quell.
Asha dagegen ist ein Nordmann, Thronerbe des Hauses Grimmhorn, mit noch ungeahnten Fähigkeiten.
Doch das Schicksal schert sich nicht um Namen oder Titel. Als diese beiden Welten aufeinander prallen
und ein Orakel düstere Zeiten ankündigt, beginnt ein Abenteuer, das selbst die Götter ins Wanken bringt:
Die Legende vom Nimmerherz.

Besser könnte ich es nicht sagen.
Und hallo erstmal zu meinem ersten Lesetipp, die Nimmerherz Saga von Erik Kellen hier auf diesen Blog.
Aufgrund des großen Erfolges der Reihe des Hamburger Autors Erik Kellen, kann ich nicht mehr von einem Geheimtipp sprechen. Allerdings denke ich trotzdem, dass der ein oder andere noch nie etwas von Nimmerherz gehört hat oder bis jetzt noch gezögert hat.
Für mich sticht Nimmerherz aus der Masse besonders heraus, da es keine 08/15 Fantasy Welt und Geschichte ist. Die Geschichte ist oftmals recht düster und absolut rücksichtslos. Auch gibt es diesen typischen, moralisch unantastbaren, strahlenden Helden nicht. Alle Charaktere werden im Laufe der Handlung zu schweren Entscheidungen gezwungen, die mit Sicherheit nicht jeder als richtig betrachten würde. Und gerade diese innere Zerrissenheit, die diese Entscheidungen bei den Protagonisten verursacht lassen sie wiederum sehr menschlich erscheinen, obwohl evtl. gerade eine grausame Entscheidung getroffen wurde.
Besonders Asha greift im laufe der Erzählung zu immer drastischeren Mitteln, um sein Ziel zu erreichen. So verschwimmt das Bild des idealen, romantischen Helden, das man am Anfang von Asha Grimmhorn hat immer mehr.
Auch die Darstellung der Magie, als Runenmagie, also ein wenig von nordischer Mythologie angehaucht, bringt einen frischen Wind mit sich, so ist Magie in Nimmerherz zwar durchaus sehr mächtig, allerdings kann sie auch fatale Nebenwirkungen mit sich bringen. Gemeinsam mit der beschränkten Anzahl der Anwender der Magie ist die Welt von Nimmerherz zwar durchaus sehr magisch, die Magie drängt sich aber auch nie zu sehr in den Vordergrund.
Mehr möchte ich auch gar nicht zur Handlung verraten, lest es doch einfach selbst.
Als abschließendes Fazit möchte ich noch sagen, dass Erik Kellen es schafft einen von der ersten bis zur letzten Seite in seine Welt zu entführen. Er schafft es bis zum Schluss alles offen zu lassen und die Spannung bis zur letzten Sekunde hochzuhalten.
Nimmerherz gibt es meinen Informationen nach nur bei Amazon, dort allerdings zumindest als E-Book zum kleinen Preis. Der erste Band ist so schon ab 1,49€ erhältlich.
Ich hoffe ich konnte euch mit diesem Tipp helfen dem stressigen Alltag eine Weile zu entkommen und in eine andere fantastische Welt einzutauchen.
Bis zum nächsten Mal
LG Finn