Erellgorh

Seit dem großen Krieg leben die Völker von Jukahbajahn – Menschen, Zwerge und das Sumpfvolk der Urda – in Frieden. Die Elben und ihre mächtige Stadt Erellgorh sind nur noch ein Mythos, verborgen im magischen Dunst des Nebelsees.
Da wird der junge Heiler Atharu von seiner sterbenden Urmutter auf eine Reise geschickt. Ein sonderbarer Brief zwingt die Küchenmagd Selana zum Aufbruch. Und der Straßendieb Pitu muss wieder einmal vor seinen Verfolgern fliehen. Sie alle machen sich auf ins Ungewisse. Ihre Welt steht Kopf. Doch noch ahnen sie nicht, welche Bedrohung am Horizont lauert – und welche Rolle die Elben von Erellgorh ihnen zugedacht haben.

In seinem Romandebüt „Erellgorh – Geheime Mächte“ entführt uns Autor Matthias Teut in eine fantastische und unheimlich liebevoll gestaltete Welt, nach Jukahbajahn.
 
Und damit Herzlich willkommen zu meinem zweiten Lesetipp, diesmal von Matthias Teut. Die Welt von Erellgorh ist im Vergleich zu Nimmerherz deutlich freundlicher, das heißt jedoch nicht, dass sie nicht auch sehr brutal sein kann. Im Großen und Ganzen ist sie jedoch viel weniger Düster und ist mit Menschen, Zwergen, Elben eher eine klassische Welt, allerdings gibt es auch durchaus neue Völker, die von Teut erschaffen wurden und die klassischen Vertreter ergänzen. So sind die Urda ein kleines freundliches Sumpfvolk, die viel Witz in die Welt bringen und beim Lesen immer wieder für ein schmunzeln sorgen. Die Urda kann man einfach nur mögen, sie sprechen ein wenig seltsam und auch ihre vermeintliche Tollpatschigkeit sorgen dafür, dass man dazu neigt sie nicht allzu ernst zu nehmen. Man sollte dieses lustige Völkchen aber keinesfalls unterschätzen, wenn es darauf ankommt kann man sich auf sie verlassen und sie haben auch durchaus einige äußerst nützliche Talente. In den kleinen Leuten steckt auf jeden Fall mehr als man vermutet. Die Urda sorgen auch dafür das die Welt einem zeitweise so freundlich vorkommt.
Das genaue Gegenteil sind die Gellwick, sie übernehmen die Rolle der Orks, die der einfachen Fußsoldaten des Bösen. Sie waren einmal Menschen und haben sich verwandelt, sie sind als herumziehende Plünderer bekannt und kommunizieren über seltsame laute, da sie nicht mehr sprechen können. Sehr viel kann ich auch schon gar nicht mehr über sie erzählen, nun ja sie sind halt auch nicht gerade die hellsten Köpfe auf Jukahbajahn und ich möchte ja auch nicht zu viel verraten.
Und nun kommen wir zur Geschichte. Erellgorh liest sich sehr leicht und ist keine schwere Kost, auf die man sich Konzentrieren muss. Es fällt einem dadurch auch nicht schwer schnell in die Welt einzutauchen und alles um einen herum zu vergessen. Der erste Band ist der perfekte Einstieg in die Reihe, es beginnt etwas ruhiger, allerdings auch nicht zu ruhig und stellt die liebevoll geschriebenen Protagonisten vor. Er nimmt im laufe der Erzählung deutlich an Fahrt auf und bereitet den Zweiten Band sehr gut vor. Also wirklich ein gelungenes Debüt, was Matthias Teut hier abgeliefert hat. Wie schon zuvor erwähnt möchte ich es vermeiden viel über die Handlung zu schreiben, die sollt ihr ja schließlich selbst erleben. Besonders die Hauptprotagonisten wachsen einem wirklich ans Herz und das schafft wirklich nicht jeder Autor so gut wie Matthias Teut, alle entwickeln sich wirklich weiter im laufe der Geschichte, besonders Pitu.
Gänzlich ohne Kritik komme ich aber bei allen guten Dingen, die ich schreiben kann dennoch nicht aus. Der erste Band macht alles richtig und ist der perfekte Einstieg in die Geschichte. Im zweiten würde ich mir jedoch für den ein oder anderen Charakter ein paar mehr Seiten zur weiteren Entwicklung wünschen. Auch geht es mir im Zweiten aber besonders im Dritten Band ein wenig zu schnell und auch hier würde ich mir einfach ein paar Seiten und damit auch ruhige Momente wünschen auch um noch ein wenig mehr Tiefgang in die Geschichte zu bringen. Aber das alles ist wirklich jammern auf hohem Niveau und ist natürlich auch nur meiner subjektiven Wahrnehmung entsprungen.
Der erste Band ist im Kindle Store für gerade mal 3,99€ zu haben und damit auf jeden Fall den griff zum Geldbeutel wert. Wer lieber seine Nase in ein richtiges Buch steckt bekommt die Taschenbuchausgabe im Shop von „Dichtfest“, dem Selfpublisher-Verlag von Matthias Teut.
Viel spaß beim Lesen
LG Finn

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